Über

Wenn ihr euch wirklich dafür interessiert was oder worüber ich schreibe, dann lest meinem ersten Blog, in dem skizziere ich eine grobe Vorstellung davon. Ich sehe im Bloggen meine neue Berufung um der Welt ab und dann meinen Stempel aufzudrücken oder einfach nur meinen Wahnsinn mit anderen zu teilen.

Alter: 7
 


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Blog

DIE SCHREIE IN DER NACHT

Taxifahrt. Mario saß vorne neben dem Fahrer. Im Auto roch es nach frischen Backwaren und eine alte Lady saß am Steuer. Sie war still, sagte kein Wort. Hinten saß Zlatko, ein guter Freund, vermutlich der beste Freund. Sie tranken Bier, draußen war Schnee, überall war Wald, überall waren Bäume. >>Wo fahren wir eigentlich hin? <<, fragte Mario. >>Keine Ahnung. Du suchst doch etwas? << >>Ich suche etwas? << >>Ja. << >>Und was? << >>Keine Ahnung, solltest nicht du das wissen. << Mario verlangte es nach einem Bier. Zwischen seinen Beinen stapelte sich ein ganzer Berg von Dosen, einige von ihnen waren verbeult, doch was soll´s, dachte er. Er wollte eine Dose öffnen und plötzlich sagte die alte Lady am Steuer: >>Wenn du die aufmachst, dann geht sie hoch. << >>So wie eine Bombe? Gehen wir dann alle drauf? << >>Nein <<, funkte Zlatko dazwischen. >>Gibt nur ´ne Mordssauerei. <<>>Aha, okay. Und was kann man da machen? << Keiner wusste eine Antwort. Das Autoradio rauschte, tat es schon die ganze Zeit, doch plötzlich war da mehr als nur dieses Rauschen, wie aus dem Nichts hörte man auf einmal Schreie, die Schreie eines Babys. >>Verdammt?! Was ist das jetzt für ein gruseliger Scheiß? << Die alte Lady runzelte die Stirn. Zlatko zündete sich auf der Rückbank eine Zigarette an und meinte: >>Ich glaub´ wir sind am Ziel? << >>Was? << >>Was? <<. Kein Taxi mehr. Keine alte Lady. Kein Zlatko. Dunkelheit. Er in seinem Bett, die Freundin leicht schnarchend neben ihm und durch die offene Schlafzimmertür erklangen die Schreie eines kleinen Kindes. Er machte sich sofort auf die Socken, rüber ins Badezimmer, Fläschchen machen, schütteln, testen, perfekt und dann ohne weitere Zeit zu verschwenden direkt in das Kinderzimmer seines Sprosses. Der Junge drehte sich in seinem Gitterbett wild herum, verzog dabei verzweifelt das Gesicht, doch seine Augen waren noch geschlossen. Er nahm den Jungen, ließ ihn vom Bauch wieder auf den Rücken gleiten und gab ihm das perfekte Fläschchen, vermutlich nicht das Letzte in dieser Nacht. Verflucht, dachte er im selben Moment. Er hatte vergessen auf die Uhr zu sehen. Er brauchte irgendein Zeitgefühl, dass ihm sagte ob es noch früh oder spät war. Der Junge saugte seelenruhig an dem Fläschchen und die Äuglein blickten wie durch geschlossene Jalousien ab und dann zu ihm empor. Wie lange hatte er jetzt geschlafen? Zum Glück war die Freundin nicht aufgewacht. Sinn und Zweck der Übung war ja, dass zumindest einer durchschlafen konnte. Aber wie spät war es jetzt nur? Sein Junge, knapp acht Monate alt, mittlerweile schon recht lebhaft störte sich nicht an seinen Gedanken oder was ihn sonst noch beschäftigte. Er drehte sich einfach zur Seite und gab sich wieder seinem Schlaf hin und vom Fläschchen hatte er gerade mal drei Schlücke genommen. Als Mario zum Fenster sah war ihm kurz so, als ob die alte Lady aus seinem Traum am Ende des Bettes stehen würde. Natürlich war sie nicht wirklich da. Sie war nur in seinem Kopf. Sie war nur ein Gedanke. Er stellte das fast volle Fläschchen neben das Gitterbett und verschwand so schnell er konnte wieder in das Schlafzimmer, doch dann übermannte ihn der Wunsch nach einer Zigarette, also zog er noch schnell Hose, Socken, Jacke und Patschen an, dann eine Kappe auf den Kopf und raus auf den Balkon. Zehn Minuten später lag er wieder in seinem Bett, spürte die Hand seiner Freundin um seiner Brust und versuchte zu schlafen. Zuvor hatte er noch bei dem Jungen reingeschaut und leicht bestürzt festgestellt, dass der sich wieder herum gedreht hatte. Jetzt lag er quer in seinem Bett, mit dem Kopf auf der Decke, die Beine an den Gitterstäben leicht angewinkelt. Mario wollte auf keinen Fall riskieren den Jungen zu wecken. Nein, er wollte, dass der Junge schlief, das war alles was er wollte und deshalb ließ er ihn so liegen. Zumindest wusste er jetzt eine Uhrzeit - 01:16. Das war okay, dachte er. Fast zwei, er würde wahrscheinlich noch einmal gegen fünf aufwachen und dann bis knapp sieben schlafen und dann wäre seine Nachtschicht beendet und der Tag hätte begonnen. Nur musste er jetzt wieder einschlafen, doch etwas hielt ihn zurück. Es waren die drohenden Schreie, ganz einfach. Jedes Mal, wenn er glaubte einzuschlafen, war da irgendein Geräusch, dass ihn wieder zurück holte. Ein Rumpeln, Bewegung in dem kleinen Bett, nahe Schreie, vielleicht schon ein Schluchzen, Husten, Seufzen, lautes Gähnen. All diese Geräusche waren wie eine Bedrohung des nächtlichen Friedens...eine Bedrohung für den eigenen Schlaf. Köstlicher wundervoller Schlaf. Mario glaubte kurz wirklich den Verstand zu verlieren, doch plötzlich sagte Zlatko: >>Du hast es nicht gefunden, stimmts? << Er war wieder in dem Taxi. Die Dosen zwischen seinen Schenkeln. Sein Kumpel auf dem Rücksitz und die alte Lady, die inzwischen angefangen hatte zu summen. >>Ich denk´ nicht, nein. << >>Du wirst es schon noch finden? << >>Jetzt weiß ich wenigstens, dass ich träume. << >>Wirklich? Oder bist du nicht vielleicht gerade erst aufgewacht?<<>>So ein Blödsinn? Was real ist und was nicht. Dieses Taxi hier wirkt zum Beispiel gar nicht real, genauso wie der Wald da draußen. Es ist immer das gleiche Bild um uns herum, dass müsstet ihr doch sehen, aber natürlich tut ihr das nicht. Ihr gehört ja zu dem scheiß Traum. << Die alte Lady sah ihn mahnend an, als wollte sie sagen, nicht fluchen, Kindchen. >>Warum bist du denn so gestresst? Entspann dich doch. Trink ein Bier. << >>Kann ich nicht. Es würde hochgehen. << >>Ach ja, stimmt. << Plötzlich überfiel Mario eine Verzweiflung, die einem schwarzen Abgrund nahe kam. Er wusste nicht warum, doch mit einem Mal schien alles aus dem Ruder zu laufen. Und da waren auch schon wieder die Schreie aus dem rauschenden Autoradio. >>Da ist es wieder <<, sagte Zlatko. >>Was? <<, fragte Mario darauf. Dieses Mal war Mario noch schneller als beim ersten Mal. Es schien keine Minute zu vergehen und er gab dem Jungen auch schon wieder sein Fläschchen. Verdammt, dachte er erneut. Er hatte wieder vergessen auf die Uhr zu sehen. Dieses Mal nahm der Junge sich das ganze Fläschchen vor, trank es bis zum letzten Tropfen leer und anschließend drehte er sich einfach wieder auf die Seite und schlief weiter. Ein Baby müsste man wieder sein. So einen Service kriegt man im Leben kein zweites Mal. Dieses Mal verzichtete Mario auf die Zigarette. Ging direkt wieder rüber ins Schlafzimmer und legte sich nieder. Doch dann gleich nachdem er fast die Augen geschlossen hätte rührte sich im Kinderzimmer etwas. Leises Wimmern, dass schnell zu hysterischen Schreien werden konnte und so ging er wieder hinüber. Zehn Minuten später, Minuten in denen er den Rücken des Jungen so lange gestreichelt hatte, bis dieser wieder wie ein schnurrendes Kätzchen weggedöst war, stand er wieder in seinem Schlafzimmer. Und da war sie wieder - die Bedrohung. Mario versuchte sich davon zu lösen, versuchte zu entspannen. Die Bedrohung war natürlich da, denn der Junge könnte natürlich gleich wieder aufwachen und vielleicht sogar nicht gleich wieder einschlafen, was definitiv am schlimmsten war, doch jetzt war es still und er schlief. >>Frag´ mich ja nicht ob ich es gefunden habe! << >>Okay, also nicht oder? << >>Ich weiß ja nicht einmal was ich suche! << >>Ist dir denn nicht aufgefallen, dass der Junge in diesem Bett keine Haare hat und nicht nur das, der Bart, die Haut, in diesem Bett liegt kein Kind drin. Da ist ein Mann, vermutlich ein stinkender Obdachloser, der durch die offene Balkontür bei euch eingestiegen ist. Mario, das Kind hat jetzt doch gar nicht geschrien! << Marios Herz raste, ihm brach der Schweiß aus und dann sagte er: >>Okay, jetzt wird mir der Scheiß eindeutig zu krass. << Er griff in das Lenkrad, riss es herum und ließ einen alten dunklen Baum direkt auf sie alle zusteuern. Bum. Verdammter Traum, dachte er. Verdammter Alptraum. Draußen war es noch immer dunkel wie sonst was und dieser Traum, die Szene mit Zlatko und sogar, das was er gesagt hatte, waberte noch immer in seinem Schädel. Scheiße, jetzt hatte er doch glatt ein wenig Angst. Er musste rüber gehen und nachsehen. Natürlich glaubte er nicht wirklich daran einen Einbrecher im Kinderbett vorzufinden, aber dennoch ließ ihm die Szene aus seinem Traum keine Ruhe und was wenn er gar nicht wach war, was wenn- stop, er musste aufhören sich in etwas hinein zu steigern, dass seine Angst zu Panik werden lassen könnte. Er stand einfach auf, knipste draußen das Licht an und steuerte das dunkle Kinderzimmer an. In seinem Kopf war da noch immer dieser Traum. Dieser Traum der noch so real erschien. Langsam ging er auf das Kinderbett zu. Seine nackten Sohlen auf dem Boden machten klebrige Geräusche, doch darauf achtete er jetzt gar nicht. Sein Blick war starr auf dieses kleine Bett vor ihm gerichtet. Er atmete auf. Kein Einbrecher. Nur ein kleiner Junge. Mario schaute sogar ganz genau hin um sicher zu sein, als ob dieses Kind, sich im Endeffekt als verkleideter Einbrecher herausstellen könnte. Das war verrückt. Der Junge schlief noch, lag perfekt auf der Seite und sah aus wie ein kleiner Engel. So sollten Kinder immer aussehen, dachte er noch, als er sich umdrehte und plötzlich sein Knöchel knackte, der Junge sich herum drehte, die Augen aufriss und zu schreien begann. Verdammt, dachte Mario. Er wusste wieder einmal nicht wie spät es war.

16.12.15 16:42, kommentieren

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DIE VORSTELLUNG EINES BLOGGERS

Hallo
Ich schreibe, hab ich schon immer getan. Zu schreiben ist wie meine Droge, es versetzt mich in einen Rausch, lässt mich abdriften wohin ich will. Kurzum es ist meine Passion und jetzt hab ich hier diesen Blog, wo ich meinen Wahnsinn ganz allgemein mit jedem teilen kann, der es will. Ich will nicht nur übers Schreiben schreiben, klingt ja auch verdammt langweilig. Nein, ich will mich nur etwas vorstellen, damit ihr ungefähr wisst mit wem ihr es zu tun habt.

Zu meiner privaten Person will ich nur so viel sagen. Ich könnte...ich könnte ein fetter pickeliger fünfzehnjähriger mit viel Fantasie oder eine Hausfrau in den Fünfzigern mit einem hohem Maß an Zeit sein, ungeachtet dessen das ich mein Geschlecht als männlich angegeben habe. Ist klar was ich meine. Ich könnte jeder und alles sein. Im Endeffekt findet ihr vielleicht heraus wer ich bin oder es spielt auch einfach gar keine Rolle.Was ich jetzt für die Zukunft hier schreiben will. Ich denke, ich nehme mir einfach alles vor...lass es einfach laufen.

Vom Masturbieren, Sex, Prügeleien, Alkohol, eine Prise ganz normaler Drogen dazu, den Frauen, die Liebe, Alltag, Arbeit, dem Glauben an sich und andere, Enttäuschung, Wut, dem Stumpfsinn in den neuen Kinofilmen und davon das früher alles besser war, keine Politik - ein bisschen Politik, dem Tod
Ich verbeuge und freue mich auf das was kommt

1 Kommentar 15.12.15 23:35, kommentieren